Die Kapetinger (franz. Capétiens) waren eine der bedeutendsten Herrscherfamilien des Mittelalters in Europa. Sie stellten von 987 bis 1328 die Könige von Frankreich und bildeten die Grundlage für mehrere Nebenlinien wie die Valois und die Bourbonen, die später ebenfalls Könige von Frankreich stellten.
Beschreibung[]
Die Kapetinger sind ein fränkisches Adelsgeschlecht, das aus den Robertinern hervorging. Als Begründer des Hauses gilt Hugo Capet, der 987 zum König der Franken gewählt wurde. Sie gelten als das dritte französische Herrschergeschlecht nach Merowingern und Karolingern.
Die Kapetinger stellten von 987 bis 1328 die Könige Frankreichs in direkter Linie. Sie prägten die Entwicklung des französischen Königtums vom Wahlkönigtum zur erblichen Monarchie und legten den Grundstein für den zentralisierten französischen Staat. Ihre Herrschaft markiert den Beginn des mittelalterlichen Frankreichs und die Herausbildung einer nationalen Identität.
Typisch für dieses Adelsgeschlecht war die frühzeitige Praxis der Mitkönigskrönung, d.h. der Sohn wurde zu Lebzeiten des Vaters gekrönt, um die Thronfolge zu sichern. Zudem wird der patrimoniale Charakter des Königtums stark betont, welche die Dynastie als Familienbesitz ansieht.
Hauptlinien[]
- Direkte Linie (Haus Capet): 987–1328, endet mit Karl IV. von Frankreich
- Haus Valois: 1328–1589, Nebenlinie der Kapetinger.
- Haus Bourbon: 1589–1792 und 1814–1830, ebenfalls kapetingische Linie.
- Weitere Linien: Orléans, Braganza (Portugal), Anjou (Neapel/Sizilien).
Heute noch regierende Monarchen kapetingischer Abstammung: z. B. König Philipp VI. von Spanien und Großherzog Henri von Luxemburg.
Quellen[]
- Deutsche Biographie: Kapetinger, Dynastie: 987–1328 (Deutsche Biographie). Abgerufen am 08.10.2025.
- Lexikon des Mittelalters: Kapetinger-Dynastie (LexMA). Abgerufen am 08.10.2025.
- Wikipedia: Kapetinger (DE). Version vom 08.10.2025.