Crystal keditbookmarks.png Dieser Artikel wurde am 23. April 2019 als Spotlight vorgestellt.

Kriemhild, auch Grimhild bzw. Chriemhild [1], war in der Nibelungensage die Frau von Siegfried und lebte in Worms. Im Laufe der Sage wandelt sie sich von einer treuen Gemahlin in eine rachsüchtige, wahnsinnige Frau.

Beschreibung

Kriemhild als Sagengestalt des mittelhochdeutschen Nibelungenliedes wurde maßgeblich geprägt durch die Verschmelzung der Gudrun bzw. Kudrun aus der eddischen Gudhrunarkvidha, der nordischen Bearbeitung der Nibelungensage, mit der historischen Frau des Hunnenkönigs Attila: Hildiko.

Aussehen

Kriemhild gilt als stolze und schöne Frau und hatte goldenes Haar. Selbst als sie Gemahlin von Siegfried wurde war sie noch sehr jung. Sie hat ein liebliches Gesicht. Sie hat großes Vertrauen zu ihrer Mutter und wird von ihren drei Brüdern, Gunther, Giselherr und Gernot, sehr geliebt.

Nibelungensage

Am Anfang des Nibelungenliedes träumte Kriemhild, sie würde einen Falken aufziehen, der wild stolz und schön war. Als der Vogel jedoch in die Lüfte aufstieg kamen zwei Adler und zerissen ihn. Sie verliebt sich in Siegfried und als ihr ältester Bruder Gunther, Siegfried erlaubt sie zu heiraten, wenn Siegfried mit ihm nach Island geht, um dort um Brunhild zu freien, hat sie Bedenken.

Sie ist es, die Brunhild verrät es wäre Siegfried gewesen, der sie besiegte und nicht Gunther. Daraufhin wird Siegfried von Hagen von Tronje hinterrücks ermordet. Als Kriemhild dann Jahre später den Hunnenkönig Attila heiratet, sinnt sie weiterhin auf Rache und lädt alle Burgunder zu einem Fest ein. Nachdem sie die meisten von ihnen niedergemetzelt hat, fragt sie Hagen nach dem Nibelungenschatz, als dieser sich weigert etwas zu verraten, solange seine Herren noch am Leben sind, lässt sie Gunther den Kopf abschlagen und will Hagen selbst töten, doch verhindert Hildebrand das und tötet Kriemhild. Attila und Dietrich von Bern sind erstaunt, als die Wildheit und der Hass nach Kriemhilds Tod aus ihren Augen erlischt.

Galerie

Quellen

  • Auguste Lechner. Die Nibelungen. Arena Verlag. Überarbeitete Neuausgabe, 1. Auflage, (1. Januar 2008). Taschenbuch, 232 Seiten. ISBN 3401500228.

Einzelnachweise

  1. Hoops, Johannes. Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (RGA). 1. Auflage, 4 Bände. K. J. Trübner, Straßburg 1911-1919. Bd. I, S. 358 ff.
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