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Der Luzerner Hammer (franz. marteau d'armes, engl. pole-hammer) oder auch Falkenschnabel, ist eine langstielige Form des verbesserten Streithammers, der zu den Stangenwaffen zählt und vom Fußvolk verwendet wurde.

Beschreibung

Als „Falkenschnabel“ bezeichnete man eine scharfe gekrümmte Spitze an der entgegengesetzten Seite des Hammers, die „Papageischnabel“ hieß, sobald sie einen ganz krumm auslaufenden Teil der kurzgestielten Waffe ausmachte und die Spitze gekrümmter war. [1]

Im 14. Jh. traten im Fußvolk verschiedene Formen von verbesserten Streithämmern auf. Man stellte sie nun aus Eisen statt aus Blei her und gab dem Hammer eine Gestalt und Gliederung in der Art, dass ihn ein Fußkämpfer im Gefecht auch dauerhafter gebrauchen konnte.

In dieser Umbildung erscheint der Hammer auch an Stangenwaffen, zunächst an der Helmbarte, deren Brauchbarkeit dadurch verstärkt wurde. So entstanden die sog. Luzerner Hämmer mit langem Schaft und von etwa 14 Kilogramm Gewicht. Die Sorge um die Verbesserung der Wirkung der Schlagwaffen erklärte sich u.a. durch die sich immer mehr verbessernden Plattenharnische gegen Mitte des 14. Jhds.

Galerie

Quellen

Einzelnachweise

  1. Demmin, Augustec. Die Kriegswaffen in ihren geschichtlichen Entwickelungen von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart (Internet Archive). Leipzig : P. Friesehahn, 1893. Classic Reprint: Forgotten Books (31. Oktober 2018). ISBN 0365623105. S. 815 f.
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