Mittelalter Wiki
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Der Reichsapfel (lat. pomum, globus) gehört mit zu den Deutschen Reichskleinodien und war somit eine der Insignien des Heiligen Römischen Reiches. Dieses Herrschaftszeichen besteht aus einer Kugel (Weltkugel), der ein Kreuz aufgesetzt ist. [1]

Beschreibung

Der goldene Reichsapfel als Insignie datiert voraussichtlich aus dem 12. Jh. Bereits Benzo von Alba († 1089) erwähnte den aureus pomus, d. h. eine Kugel mit dem Kreuz, die auch schon auf einem Kaisersiegel Ottos I. (912-973) zu finden ist.

Allerdings wurde der Reichsapfel erst später wirklich als königliches Abzeichen geführt, obschon die Kugel als Sinnbild der Herrschaft bereits auf Münzen römischer Kaiser vorkommt und schon von Konstantin mit dem Kreuzsymbol verbunden wurde.

Der Reichsapfel ist eine aus Goldblech künstlich getriebene Kugel von ca. 9 cm Durchmesser, mit harziger Masse angefüllt, von zwei sich kreuzenden Reifen umspannt, auf deren oberem Kreuzungspunkt sich ein goldenes Kreuz erhebt, das, wie auch der obere Teil der Reife, mit farbigen Edelsteinen geschmückt ist. Ein an gelbem Saphir befindliches Monogramm ist nicht zu deuten. Die einen halten es für ein himmlisches Zeichen – Sonne, Mond, Stier, Widder, Fische, – die anderen wollen einen Namen herauslesen und zwar Cuonrad oder XPICTOC. Zwei andere vorhandene Reichsäpfel, rings mit Edelsteinen bedeckt, zählten wohl nie mit zum Krönungsornat. [2]

Quellen

Einzelnachweise

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