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Schlangen wurden im Mittelalter u.a. in der Heilkunde als Zutaten gebraucht, so z.B. für das Agathodaimon-Schlangenmittel, welches Betroffene gegen die Aussatzkrankheit einnehmen sollten. [1]

Beschreibung

Als Schmuckmotiv

Zu Beginn des Frühmittelalters kamen verschiedene Tierfibeln mit neuen, jüngere Formen mehr in Gebrauch; darunter auch die Schlangen- oder Lindwurmfibeln, die hauptsächlich in Süddeutschland, dem Rheinland, Norditalien und Frankreich gefunden wurden (Abb. 68 aus Rheinhessen gehört dem 7. Jh. an). [2]

Mythologische Bedeutungen

Keltische Mythologie

Die sich häutende Schlange war für die Kelten als Naturbeobachter ein faszinierendes Phänomen. Das Ablegen der alten Haut war für sie ein Sinnbild für die Geburt eines neuen Wesens. So verwundert es nicht, dass die Schlange ein ein sehr altes Motiv in der Kunst der Kelten ist, das in Zickzacklinien erscheint, sich als Spiralen windet und später kunstvolle Knotenornamente durchwebt. Sie ist, anders als die biblische Schlange der Christen, bei den Kelten ein positives Symbol und wird meist mit den Göttern und Göttinnen der Erde verbunden. Selbstverständlich ist die Schlange auch weise. Schlangenspiralen unterstützen das Lernen, Schlangenknoten helfen, die Verflechtungen der unsichtbaren Kräfte zu erkennen. [3]

Quellen

Einzelnachweise

  1. Lorscher Arzneibuch (Msc.Med.1) - Curationes capitulationibus V comprehensae, Buch 1 (Fol. 21v-22v). Digitalisat der Staatsbibliothek Bamberg (Kaiser-Heinrich-Bibliothek). Lorsch, 8. / 9. Jahrhundert. Transkription und deutsche Übersetzung von Ulrich Stoll. Stuttgart : Steiner 1992. Nr. 46: Über den Aussatz
  2. Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, 4 Bände (1. Aufl.). Johannes Hoops. K. J. Trübner, Straßburg 1911-1919. Bd. II, S. 33 ff. (Art. Fibel)
  3. Ansha - Die magische Welt der Kelten, Ludwig, 1900. S. 208