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Tauschieren (engl. Damascening) bzw. Tausia ist ein Verfahren der Herstellung von Einlegearbeiten in Metall, wobei edle Metalle auf kaltem Weg in Bronze, Kupfer, Stahl oder Eisen eingehämmert werden.

Beschreibung

Bereits aus der Bronzezeit sind erste Tauschierungsversuche überliefert, wie zum Beispiel auf rituellen Prunkäxten oder der Himmelsscheibe von Nebra (um 1600 v. Chr.) und dem Sonnenwagen von Trundholm (um 1400 v. Chr.). [1]

Auch die Germanen nutzten diese Technik oft zur Verzierung einfacher Schmuckstücke, wie z.B. Fibeln und Spangen, aber auch als Waffenornamentik an Schwertgriffen, Schildbuckeln, Helmen oder bei Zaumzeugen.

Der zu verzierende Gegenstand besteht zumeist aus Eisen, Kupfer oder Bronze, seltener aus Gold in Silber. Dabei wird für die Ornamentierung, die der Untergrund später zeigen soll, das Metall an den zu verzierenden Stellen mittels Grabstichel entfernt.

Häufig werden die seitlichen Kanten unterschnitten, damit das durch Hämmern eingetriebene Edelmetall (in der Regel Silber oder Gold) genügend sicher festgehalten wird. Andere Maßnahmen, damit die Einlegearbeiten später besser haften, sind das Eingravieren der Muster oder auch die Aufrauung des Grundes der Musterung entsprechend. Eine Nachahmung besteht darin, dass die Vertiefungen durch Ätzen hergestellt und durch galvanischen Niederschlag ausgefüllt werden.

Häufig kommt das Verfahren auch einem völligen Plattieren oder Inkrustieren (von Eisensachen, insbesondere Helmen oder Kupfergegenständen mit Silber) gleich. Dabei, wie auch sonst, wird dann u. a. zugleich die schon im alten Ägypten vorkommende Technik des Niellierens, des Ausreibens oder Füllens von Gravierungen auf Edelmetallgerät, vor allem auf Silber, mit einer hauptsächlich aus Schwefelsilber bestehenden schwärzlichen Masse, geübt.

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Quellen

Einzelnachweise

  1. Wikipedia: Tauschierung (Geschichte)
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