Mittelalter Wiki
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Als Villanovakultur bezeichnet man eine der ältesten eisenzeitlichen Kulturen Nord-Italiens. Sie entwickelte sich unter dem Einfluss der spätbronzezeitlichen Urnenfelderkultur etwa zur gleichen Zeit wie die Este-Kultur (nördliche Poebene) und die Golasecca-Kultur (westliche Poebene) ab dem 10./9. Jh.v.Chr. im Raum Bologna und in Mittelitalien südlich des Apennins (im Bereich der heutigen Toskana) und verschwand im 5. Jh.v.Chr.

Beschreibung

Die Villanovakultur wurde in ihrem Siedlungsbereich von der Kultur der Etrusker abgelöst, deren Grundlage sie bildete. Die Zeit des Übergangs von der Villanova-Kultur zu den Etruskern (Ende 8. bis Anfang 6. Jh.v.Chr.) bezeichnet man in der italienischen Urgeschichtsforschung als Periodo Orientalizzante (orientalisierende Periode).

Der Grund sind Einwanderungsbewegungen und Handelsbeziehungen, durch die in diesem Zeitabschnitt vermehrt kulturelle Einflüsse aus dem vorderasiatischen Raum der altorientalischen Reiche wirksam wurden, die unter anderem zur Entstehung einer lokalen Schrift und Münzprägung führten.

Quellen

Wikipedia
Dieses Dokument basiert in seiner ersten oder einer späteren Version auf dem Artikel „Villanovakultur“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 15.09.2016 und steht unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.