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Die Waffen der Latènezeit zeichnen sich im Gegensatz zu den Waffen der Hallstattzeit im Allgemeinen aus durch ihre Fertigung aus Eisen, Abrundung und kräftige Profilierung.

Beschreibung

Etwa seit dem Ende des 4. Jhs.v.Chr., mit der Latènezeit, begann bei den Germanen, die mehr und mehr nach Mittel- und Westdeutschland vorgedrungenen waren, eine überaus starke Beeinflussung durch die keltische Kultur. Die hochentwickelte Waffenindustrie dieses kriegerischen Volkes beginnt die germanische völlig zu beherrschen.

Diese Einwirkung dauert bis in das 1. Jh.n.Chr, und nur sehr langsam konnten die heimischen Werkstätten gegen den fremden Import in Konkurrenz treten. Naturgemäß sind die Beeinflussungen bei den südlicheren Germanen stärker als im Norden.

Die Übernahme der technisch hervorragenden Bewaffnung der Kelten war es, die die Germanen zu ebenbürtigen Gegnern werden ließ, die nun ihrerseits die Kelten Schritt für Schritt im Süden und Westen zurückzudrängten. Das Latèneschwert wurde übernommen und mit ihm die eiserne Schwertscheide und das krumme Hiebmesser, das bei den Nordgermanen eine besondere Entwicklung erfuhr. Viele solcher in den Funden erhaltenen Stücke ebenso wie feiner gearbeitete Lanzenspitzen sind keltische Arbeit. Die allgemein gebräuchlichen Waffen waren Lanze, Wurfspieß und Schild.

Äxte und Messer

Die Äxte und Messer sind, wie überhaupt der gesamte Besitz dieser Kultur, einfach, nüchtern und praktisch.

Helme

Die Helme der Latènezeit bestanden zum Teil offenbar aus Leder, auf das Bronzescheiben ausgesetzt waren.

Lanzen

Die Lanzenspitzen der Latènezeit gehörten wohl eher zu Stoßspeeren (Spießen). Sie sind lanzettförmig mit starker Mittelrippe, hier und da an den Seiten etwas ausgeschnitten.

Schwerter

Die Schwerter der Latènezeit haben zweischneidige, dünne, gerade Eisenklingen von einer Länge von 0,8–1 m. Sie sind meisterhaft gearbeitet und tragen zum Teil Marken, die wohl als Fabrikstempel aufzufassen sind. Die sich verschmälernde, etwa 10 cm lange Schwertangel endet in einem rundlichen oder breiten Knopf. Statt der Parierstange ist ein glockenförmig geschwungener Bügel zwischen Angel und Klinge aufgelötet. Die Griffbekleidung ist meist nicht erhalten und war wohl aus Holz oder Horn.

Schilde

Die Krieger von La Tène schützten sich mit hölzernen Schilden und die Germanen übernahmen während dieser Periode von den Kelten den eisernen Schildbuckel. Davon fand man eigentümliche Exemplare: gebogene Eisenplatten, die mit Nägeln in der Mittellinie des Schildes befestigt waren. (s. Schilde der Eisenzeit)

Galerie

Quellen

Einzelnachweise

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